Tanzania 2009 (07.08.2009 – 24.08.2009)

 

Freitag, 07.08.2009 tagsüber sonnig, 28 Grad

 

Gegen 19:00 Uhr fuhr Saskia uns zum Flughafen. Beim Einchecken gab es vor dem Schalter der Ethiopian Airline eine Riesenwarteschlange, das hätte mind. 1 Stunde Anstehen bedeutet. Petra fand unsere Mitreisenden, Kaule und Steffi aus Berlin, ziemlich weit vorne und wir checkten als Gruppe zügig ein. Für den Transport der beiden Räder mussten wir je 110,- € zahlen, da meinte der Mann vom Bodenpersonal, dafür könnten wir uns doch vor Ort locker Räder mieten (er war aber scheinbar noch nie in Tanzania).

 

Die Boeing 767 hob um 23:57 Uhr von Rhein-Main ab, auf uns warteten 5.354 Kilometer bis Adis Abeba. Über der Adria gab es gegen 01:00 Uhr das Abendessen, dann konnte man ein wenig schlafen.

 

 

Samstag, 08.08.2009 tagsüber sonnig, 26 Grad

 

Um 04:40 Uhr (05:40 Uhr), kurz nachdem wir Abu Simbel überflogen hatten, ging das Licht wieder an. Ein bisschen frisch gemacht und gefrühstückt. In Adis Abeba landeten wir um 06:38 Uhr Ortszeit. Um 09:00 Uhr wieder in eine andere Boeing 767 eingecheckt für den Weiterflug zum Kilimanjaro Airport, eine Zwischenlandung in Nairobi war auch noch eingeplant.

Abflug Adis Abeba

10:15 Uhr

Landung in Nairobi

11:50 Uhr

Abflug in Nairobi

12:55 Uhr

Landung Kilimanjaro Airport

13:35 Uhr

 

Nach der problemlosen Einreise stellten wir fest, dass unsere Räder fehlten. Das Bodenpersonal hatte aber schon ein Fax aus Adis Abeba vorliegen, dass die Räder am nächsten Tag nachkommen würden.

 

Goodluck, unser einheimischer Reiseleiter und Ramasan, der Fahrer, fuhren uns nach Moshi ins Hotel Bristol Cottages. Vorher wechselten wir noch Geld für die ersten Tage. Schon bei der Anfahrt auf Moshi konnten wir im Auto den Aufkleber „Hakuna Matata“ sehen. Die aus „König der Löwen“ bekannten Sprüche „Hakuna Matata“ (keine Probleme) und „Jambo Jambo“ (immer mit der Ruhe, langsam) waren allgegenwärtig und allgemeiner Sprachschatz.

Wir bekamen ein nettes Cottage mit einem Doppelbett, duschten, sortierten etwas das Gepäck und machten uns gegen 16:30 Uhr zu einer Erkundung der Innenstadt auf.

Moshi ist eine Stadt im Nordosten von Tansania am Südhang des Kilimanjaro und unweit der Grenze zu Kenia mit etwa 156.000 Einwohnern. Moshi ist die Hauptstadt der Verwaltungsregion Kilimandscharo. Viele Menschen in Moshi und Umgebung gehören zum Volk der Dschagga.

 

Unser erster Weg brachte uns zum „Chrisburger“ auf der Kibo Road, wo wir uns an Beefburger mit Chips laben konnten. Dazu noch ein Bier und wir waren in Afrika angekommen. Wir wanderten noch ein bisschen durch die Innenstadt, tranken in einem kleinen Hinterhofrestaurant noch ein Bier (für Petra gab es ein Glas Weißwein) und waren gegen 20:00 Uhr zurück im Bristol. Dort saßen wir noch gut 2 Stunden bei milder Witterung im Gartenrestaurant und ließen den Abend ausklingen.

 

Sonntag, 09.08.2009 morgens bewölkt, 15 Grad tagsüber sonnig, 26 Grad

 

Gegen 04:00 Uhr rief der Muezzin und ab 06:00 Uhr ging der städtische Betrieb los. Um 07:45 Uhr aufgestanden, geduscht und um 08:20 Uhr waren wir im Gartenrestaurant zum Frühstück. Es gab Cornflakes, Obstsalat, Saft, Kaffee, Toast mit Butter, Marmelade und Honig sowie Rührei.

Gegen 09:00 Uhr kam Condrad, der uns mit dem Rad begleiten sollte, und stellte sich vor. Er sprach gut deutsch. Kaule meinte: „Condrad gibt es auch auf Deutsch, nur ohne ‚d’“. Mit ihm streiften wir durch die City und über die Märkte. Wir spazierten durch den alten deutschen Bahnhof, den nun aber kein Zug mehr passiert. Auf dem Markt kauften wir Tomaten, Zwiebeln, Mangos und Bananen. Condrad ging mit uns noch in den nicht weit entfernten Malindi Club, wo wir etwas tranken. Auf der Terrasse vor unseren Cottages nahmen wir dann mit dem gekauften Obst und Gemüse einen kleinen Mittagssnack ein. Danach etwas geruht, gelesen.

Nachmittags holte mich Goodluck Nr. 2 ab und fuhr mich zum Flughafen. Normalerweise hätte die Airline die Räder ins Hotel gebracht, der Zoll lies die Räder aber nicht passieren.

Wir nahmen noch ein englisches Ehepaar mit zum Flughafen. Sie hatten neben den üblichen game drives mehrer Wanderungen durch die Usambara Berge gemacht.

Am Airport war alles still, ich musste durch mehrere Kontrollen und stand dann vor den beiden Kartons mit unseren Rädern. Der Zollbeamte musste geweckt werden, er fragte mich, ob ich die Räder wieder ausführen würde, ich sagte „ja“, dann durfte ich die Räder mitnehmen.

 

Gegen 19:30 Uhr war ich wieder zurück, die Prozedur hatte mehrere Stunden gedauert und Petra, Kaule und Steffi hatten schon erste Befürchtungen. Die Räder ins Zimmer geschoben, kurz den Inhalt kontrolliert und schon ging es zum Abendessen erneut in den Malindi Club.

In der Stadt gab es während unseres Abendessens einen Stromausfall, aber eine LED-Taschenlampe von Kaule in einer Serengeti-Bierflasche behob das Problem.

Zurück im Bristol wollten Kaule und Steffi zuschauen, wie wir die Räder montierten. Dabei musste auch der aus dem Duty-free-Shop mitgebrachte Wodka leer getrunken werden, was uns einen etwas dicken Kopf am Morgen bescherte.

 

 

Montag, 10.08.2009 MoshiMarangu

morgens sonnig, 18 Grad tagsüber sonnig, 25 Grad

25 km, 2:15 Stunden, max. 46 km/h

 

Um kurz nach 07:00 Uhr aufgestanden, geduscht, gepackt und um 08:00Uhr trafen wir uns zum Frühstück im Gartenrestaurant. Nach dem Frühstück die Radkleidung angezogen und das gesamte Gepäck an die Rezeption getragen. Condrad führte uns durch die Stadt und wir fuhren unsere ersten 8 Kilometer zum Organisationsbüro von „Tanzania Journeys“. Dort wurde unser Gepäck verstaut, die benötigten Utensilien, Zelte, Kochgeschirr und Lebensmittel für die Reise eingeräumt. Unsere Räder wurden auf den Jeep montiert und dann ging es mit einem Kleinbus den Berg hinauf nach Kidia in den Kilimanjaro Nationalpark. Der Kleinbus wurde die ganze Radtour von Emanuel gefahren. Mit ihm fuhr immer John, der Koch und Goodluck, unser Reisleiter. Die Anfahrt über eine sandige Piste war steil mit atemberaubenden Blicken in die unter uns liegende Ebene. Alles war grün, bewaldet, ein bisschen tropisch.

Oben angekommen gab es für jeden ein Lunchpaket mit einem Burger, Hähnchenschenkel, Muffins und Bananen, dazu einen Saft. Kurze Zeit später kam der Jeep mit unseren Rädern, die nun wieder abgeladen und montiert wurden. Der Jeep wurde von Ramasan gefahren, er hatte als weiteren Begleiter James bei sich. Gegen 13:00 Uhr fuhren wir in Begleitung von Condrad in den Regenwald des Kilimanjaro Nationalparks.

 

Es ging über schmale Pfade bergauf und bergab, dann gab es wieder breite Waldwege. Anfangs war es schwierig zu fahren, dann hatte man sich daran gewöhnt. Kaule hatte erst einen Kettenriss, den Condrad behob, später hatte mein Fahrrad einen platten Reifen. Schnell einen neuen Schlauch eingebaut und den defekten Schlauch mitgenommen.

Gegen 16:00 Uhr erreichten wir den Campingplatz des Marangu Hotels, wo schon die Zelte aufgebaut waren und John, unser Koch für die gesamte Reise, brutzelte schon an der Grillstelle.

Marangu ist ein Dorf mit etwa 2.500 Einwohnern am Fuße des Kilimanjaros. Die Bedeutung des Ortes liegt darin, dass sich hier der Hauptzugang für alle Besucher des Kilimanjaro-Nationalparks und das Hauptquartier der Nationalparksverwaltung befinden. Es ist Ausgangspunkt der sog. Marangu-Route (auch Coca-Cola-Route genannt) zum Gipfel des Kibo.

 

Den platten Reifen geflickt, ein bisschen an den Rädern geschraubt, die Reste des Lunchpaketes verzehrt und in der Sonne ausgeruht. Vor dem Abendessen gingen wir noch durchs Hotel in eine gegenüberliegende Bar, um ein Kilimanjaro-Bier zu trinken. Ein weiteres nahmen wir zum Abendessen mit. Um 18:30 Uhr gab es erst eine Zwiebelsuppe, danach Fisch mit Kartoffeln, Salat mit Orangenfilets, warmes Gemüse. Zum Dessert Orangen, Kaffee, unser Bier sowie Whiskey und Gin vom Airport. Etwa gegen 21:00 Uhr ins Zelt gekrochen.

 

 

Dienstag, 11.08.2009 MaranguKibouni

morgens sonnig, 20 Grad tagsüber sonnig 25 Grad, kräftiger Ostwind

55,5 km, 4:01 Stunden, max. 47 km/h, 1.000 Höhenmeter

 

Um 6:30 Uhr aufgestanden, mit kochendem Wasser geduscht und um 07:30 Uhr saßen wir beim Frühstück. Es gab Haferbrei, Toast, Rührei mit Würstchen, Mango, Orange, Melone und Kaffee. Danach alles zusammengepackt und zum Wagen gebracht. Es war prima, dass wir uns nicht um die Zelte kümmern mussten.

Um 08:30 Uhr fuhren wir los, anfangs bergauf auf asphaltierter Straße, später auf festgefahrenem Lehm. Nahezu die gesamte Strecke bestand aus einer Baustelle, da die Straße nach Tarakea neu angelegt wird. Unterwegs kauften wir eine Flasche Rotwein für Petra und eine kleine Flasche Konyaki, die im Rucksack mitfahren mussten. Nach 33 Kilometern und etwa 4 Stunden Fahrtzeit eine Pause in einer kleinen Bar eingelegt und unsere Lunchpakete geleert. Dazu gönnten wir uns ein kaltes Cola.

Um 13:00 Uhr brachen wir wieder auf, es ging immer nur bergauf durch die Baustelle, teils durch ca. 5 cm tiefen Sand, dann grober Schotter, ab und zu lehmig, auch mal durch neuen, feuchten Teer. Den Dreck hatten wir noch tagelang zu Hause an den Füßen. Die Radstrecke war eigentlich an unseren Verhältnissen gemessen

unzumutbar. Aber wir hatten es so gewollt, wir hatten es so gebucht.

 

Gegen 15:00 Uhr erreichten wir die Polizeistation von Tarakea. Dort mussten wir warten bis der Polizeichef sein o.k. für die Übernachtung auf dem Stationsgelände gegeben hatte. Dann konnte mit dem Zelt- und Duschzeltaufbau begonnen werden. Wir warteten solange im Schatten, bestückten unsere Zelte mit unserem Gepäck, duschten mit kaltem Wasser und wuschen Wäsche. Petra trat in eine Glasscherbe und Goodluck versorgte sie mit Erster Hilfe wirklich professionell. Im Zelt die Bilder von den Speicherkarten auf eine externe Festplatte übertragen, die Kleidung sortiert, während Petra und Steffi die Wäsche mit den einheimischen Frauen an der einzigen Wasserstelle wuschen. Dabei zeigten die Frauen den Touristinnen, wie man mit der Seife die Wäsche richtig rubbelt und säubert. Anschließend unternahmen wir einen Rundgang durch den kleinen Ort. In einer staubigen, aber schattigen Bar ein Bier getrunken. Da wir inzwischen die lokalen Bierpreise für Touristen kannten, war jeweils die erste Frage, was ein Bier kostet. Meist war der Preis erst einmal zu hoch. Petra, die meist diese Preisverhandlungen führte, sagte dann „zu teuer“. Darauf kam die Frage, was es denn kosten dürfe. Auf die Antwort von Petra (z. B. 1.500 TSh ~ 0,75 €) kam in der Regel ein okay. Wenn dies nicht der Fall war, wurde Petra gefragt, wie viel wir denn haben wollten; daraufhin gab es das Bier auch für 1.500 TSh mit Mengenrabatt.

Um 19:00 Uhr gab es das Abendessen, Salat, Gemüse, Bratkartoffel, Maisbrei, Fleisch, später Orangen, Ananas und Kaffee. Petra labte sich an ihrer Flasche Rotwein, gab aber auch Kaule und Condrad etwas ab. Draußen gesessen, erzählt, entspannt und den Sternenhimmel bewundert.

Ein Bergführer von Tanzania Journeys, der sich mit Höhenkrankheit zur Polizeistation geschleppt hatte, wurde von unserer Crew nachts noch nach Moshi ins Krankenhaus gefahren. Schon gegen 20:30 Uhr ins Zelt. Nachts kam kräftiger Wind den Kibo hinab, er lies das Zelt erzittern.

 

 

Mittwoch, 12.08.2009 Kibouni – Ol Molog

morgens sonnig, 18 Grad tagsüber sonnig 28 Grad

60,2 km, 4:08 Stunden, max. 39 km/h, 1.000 Höhenmeter

 

Um 06:30 Uhr aufgestanden, mit kaltem Wasser geduscht und frisch gemacht. Um 7:20 Uhr gefrühstückt und schon um 08:20 Uhr abgefahren. Die Fahrer des Erkrankten kamen aus Moshi gerade wieder an. Es war kühler als die Tage zuvor. Es ging auf guter, asphaltierter Straße gut 20 Kilometer lang bergauf durch den Rongai-Forest, immer entlang der kenianischen Grenze. Unterhalb unserer Radstrecke lag auf kenianischer Seite der Amboseli Nationalpark. Nach dem Abzweig der Straße nach Kenia radelten wir weiter bergauf bis wir ein Zwischenplateau erreichten, wo der gesamte Wald gerodet wurde. Der Wald mit schnell nachwachsenden Bäumen dient hauptsächlich der Herstellung von Streichhölzern.

Nach 34 Kilometern endet der Asphalt und eine staubige, sandige Piste begann. In einem trockenen Flussbett hatte die Crew unser Mittagessen vorbereitet und so gab es kurz vor 13:00 Uhr Bohnen-Mais-Eiersalat, Nudeln mit Karotten und Fisch, dazu Bananen, Apfelsaft und Kaffee.

Als wir ankamen, konnten wir uns sogar mit warmem Wasser die Hände waschen.

 

Weitere 25 km wurden in staubiger Umgebung zurückgelegt. Es war heiß und anstrengend zu radeln. Gegen 15:00 Uhr erreichten wir die Grundschule in Lerangwa, die weit außerhalb lag. Vor den Schulgebäuden oberhalb von Kenia mit dem Kibo im Rücken war es heiß und staubig. Die Räder wurden kurz geputzt, die Ketten gereinigt. Im Duschzelt geduscht, das Wasser reichte immer etwa für 2 Personen, dann musste neues Wasser eingefüllt werden. Wäsche gewaschen und vor den Zelten am Tisch gesessen und Ananassaft getrunken. Condrad fuhr mit dem Auto zurück in den nächst größeren Ort und kaufte Bier für den Abend.

 

Zum Ende des Unterrichts konnten wir beobachten, wie viele Schüler zu neu angepflanzten Bäumen gingen, diese mit Wasser begossen und scheinbar mit den Anpflanzungen im stillen Gespräch verharrten. Die Schüler hatten Patenschaften für die Bäume übernommen und waren dafür zuständig, dass diese in den Himmel wachsen.

 

Während wir das erste Bier tranken, kam Mary, die Schulleiterin, vorbei. Wir hatten ein Geschenkpaket von Ruth, die diese Tour ein Jahr zuvor absolviert hatte, mit, welches wir unversehrt überreichen durften. Mary freute sich sehr über das Paket und strahlte bei jedem weiteren ausgepackten Teil über das ganze Gesicht. Mary zeigte uns die Schule, erklärte uns den Schulbetrieb und zum Schluss führte sie uns noch durch ihr Wohnhaus mit direktem Blick auf den Kilimanjaro.

Um 18:15 Uhr fanden wir uns im Klassenzimmer der 5. Klasse zum Abendessen ein. Es gab eine Kürbissuppe, Avocadosalat mit Ananas, Bohnengemüse mit Karotten, Pilawa-Reis mit Chilisoße. Danach Kaffee und Tee.

Erneut früh ins Zelt, als der Wind auffrischte.

 

 

 

 

 

Donnerstag, 13.08.2009 Ol Molog – Ngare na Nyuki

morgens bewölkt, 10 Grad tagsüber sonnig 25 Grad

69,5 km, 4:51 Stunden

 

Um 06:20 Uhr aufgestanden, es war bedeckt und beim Frühstück tröpfelte es etwas. Das Frühstück gegen 07:30 Uhr bestand aus Porridge, Toast, Rührei mit Würstchen, Kaffee und Passionsfruchtsaft.

Kaule hatte keine Lust auf Rad fahren und fuhr im Kleinbus mit. Wir anderen radelten um 08:45 Uhr los. Während des ersten Drittels der Strecke ging es immer wieder hoch und runter, danach tendenziell bergab, aber immer auf staubiger, steiniger, sandiger Piste. Wir sahen unterwegs 2 Sekretäre, 5 Zebras und eine kleine Herde Elands.

Um 11:30 Uhr auf der Hälfte der Radstrecke gab es Lunch in einem kleinen Ort. Das Lunchpaket enthielt ein Sandwich, Eierpfannkuchen, ein Ei, einen Hähnchenschenkel, Muffins, Bananen, Schokolade und einen Saft.

Auf der zweiten Hälfte der Strecke ging es rund 15 Kilometer bei Gegenwind über eine Wellblechpiste, als ich mich mit dem Rad in den Schotter legte. Die rechte Körperseite war leicht lädiert, mit dem Wasser aus der Rad-Trinkflasche und Rescue-Tropfen etwas gesäubert und weiter ging es. Kaule meinte zu meinem Sturz nur trocken: „Das kann er also auch nicht“.

Da wir uns auf der Hauptstraße nach Arusha befanden, gab es heute einiges an Autoverkehr, was die Tage zuvor nicht der Fall war.

 

Etwa 15 Kilometer vor unserem Ziel bogen wir von dieser unzumutbaren Hauptpiste ab und fuhren über einen kleinen sandigen Feldweg zur Secondary Scool von Ngare na Nyuki am Fuße des Mount Meru. Unterwegs sahen wir einen Reiher, ein paar Zebras und eine Herde Gnus.

Gegen 16:00 Uhr erreichten wir die Schule und warteten auf die Genehmigung der Schulleitung, dass wir hinter der Schule unsere Zelte aufschlagen konnten. Gegen 17:30 Uhr waren die Zelte, das Duschzelt und der Küchenbereich einsatzbereit. Ich war von der Fahrerei und wahrscheinlich meinem Sturz etwas erschöpft und konnte mich nach der Dusche ausruhen und erholen.

Vor dem Abendessen noch ein paar Schritte von der Schule entfernt auf der gegenüberliegenden Straßenseite in eine kleine unscheinbare Bar mit Kaule gegangen und beim Sonnenuntergang ein Bier getrunken.

 

 

Gegen 19:00 Uhr gab es zum Abendessen eine Tomatensuppe, die wir vollständig leerten. Danach Maisbrei, Spaghetti Bolognese, Weißkraut mit Huhn, Toast, anschließend Kaffee, Tee, Orangen und die Reste vom Wein und Konyaki, den wir unterwegs gekauft hatten.

Wir saßen noch am Tisch außerhalb der Zelte, entspannten, erzählten und genossen die warme Luft. Man konnte ein paar vorbeifahrende Autos, Geräusche aus der Bar und von Fröschen hören.

Heute etwas später, so gegen 22:00 Uhr ins Zelt gekrochen.

 

 

Freitag, 14.08.2009 Ngare na Nyuki - Longido

morgens bedeckt, 16 Grad tagsüber sonnig 25 Grad

26,5 km, 2:06 Stunden

 

Als außerhalb des Zeltes allerlei Vögelgezwitscher erklang, aufgewacht und um 06:30 Uhr aufgestanden, im Duschzelt frisch gemacht und um 07:00 Uhr den ersten Kaffee in der Hand gehalten. Zum Frühstück gab es Haferbrei, Toast, Rührei mit Würstchen, Obst.

 

Vor der Abfahrt mussten wir noch beim Schuldirektor hereinschauen und uns verabschieden. Er zeigte uns stolz seinen neuen Computer und stellte uns seine Sekretärin und Ehefrau vor. Gegen 08:45 Uhr machten wir uns wieder auf die Strecke. Erst ging es auf einigermaßen fahrbarer Staub-Piste nach Norden, später bogen wir in westliche Richtung ab, um zur Hauptstraße (Arusha – Nairobi) zu gelangen. Es ging immer wieder bergauf und durch viele trockene, steinige und staubige Flusstäler hindurch, die teils schwierig zu befahren waren.

 

Nach 26,5 km hatten wir die A104 gegen 11:40 Uhr erricht und verstauten unsere Räder auf den Jeep. Etwa um 12:00 Uhr fuhren wir auf der Hauptstraße nach Norden. Diese Hauptroute nach Nairobi wurde ebenfalls neu trassiert und stellte sich für uns als eine einzige Baustelle dar. Später erreichten wir den asphaltierten Abschnitt, die Landschaft ringsherum war trostlos und öde. Um 12:40 Uhr kamen wir Longido an und zelteten auf dem Gelände neben dem Gebäude des Longido Cultural and Tourism Office. Während unsere Zelte aufgebaut wurden, verspeisten wir unsere Lunchpakete. Zur Überbrückung der Zeit, bis ich zum Duschen kam, wechselte ich einen durch Staub und Sand spröde gewordenen Mantel am Vorderrad durch einen neuen Mantel aus. Das Zelt eingeräumt und als letzter zum Duschen gegangen. Ein Mitarbeiter des Office saß auf dem Dach und öffnete auf Kommando den Wasserhahn, auf erneutes Kommando wurde der Hahn wieder geschlossen. Zuvor musste das Wasser mit Eimern in den Vorratsbehälter auf dem Dach geschüttet werden. Unsinnigerweise dachte ich an warmes Wasser und war beim ersten Kontakt mit der kalten Flüssigkeit erschrocken.

Gegen 15:00 Uhr spazierten wir durch die staubige Innenstadt von Longido. Es gab die asphaltierte Hauptstraße mit ein paar Kneipen, Restaurant und Tankstelle und es gab die staubige Nebenstraße mit weiteren Kneipen, kleinen Geschäften und ein paar Marktständen, wo Masai-Frauen Gemüse, Obst und Schmuck anboten. Während wir ein Bier tranken, probierte Petra einen lauwarmen Bananensekt. Noch ein paar kleine Einkäufe erledigt und in einem kleinen, sauberen Restaurant eine Auswahl des dort vorhandenen Angebotes bestellt. Wir erhielten den ganzen Tisch überhäuft mit allen möglichen Speisen für umgerechnet etwa 10,- €. Es gab u. a. Reis, Kochbananen, Wirsinggemüse, Bohnen und Rindfleisch in einer dunklen Soße. Als wir gegen 17:00 Uhr wieder in der Unterkunft ankamen, frischte der Wind auf und wir erhielten das Abendessen in der Rezeption des Office serviert: Tomatensuppe, Reis mit Kochbananen und Hühnchen, Bohnen.

Danach marschierten wir in die Broadway Bar an der Hauptstraße. Samuel, ein Touristenguide vom Office begleitete uns. Ein Eagle-Bier probiert, war aber lange nicht so gut wie die bisherigen Safari- oder Kilimanjaro-Biere. Im Dunkeln unter Benutzung von Taschenlampen zurück zum Office und gegen 22:00 Uhr die Zelte aufgesucht.

 

 

Samstag, 15.08.2009 Longido (Ruhetag)

morgens bedeckt, 16 Grad tagsüber sonnig 23 Grad

 

Gegen 06:30 Uhr wach geworden, um 07:00 Uhr aufgestanden, frisch gemacht und gefrühstückt. Da wir unseren ersten Ruhetag hatten, geschah heute alles etwas später als die Tage zuvor. Zum Frühstück gab es Haferbrei, Toast und Rührei. Wir hatten gestern im Ort Käse gesehen und als wir danach fragten, gab es auch Käse zum Frühstück.

Um 09:00 Uhr machten wir uns auf, um zur Blindenschule zu gehen. Da es Samstag war, konnten wir zwar nichts besichtigen, aber die Erklärungen über die Arbeit der Blindenschule waren informativ und ausreichend.

Anschließend wanderten wir ein bisschen den Longido-Berg aufwärts und hatten einen prima Ausblick auf die Ebene, die Stadt und den Asphalt-Strich mitten hindurch. Auf dem Rückweg besuchten wir eine Kooperative von Masai-Frauen, die dort zu günstigen Preisen Schmuck und Kunstgegenstände anboten.

Um 12:15 Uhr waren wir zurück, um 12:45 Uhr gab es zum Mittagessen, Kartoffeln, Ei, Avocado-Salat mit Tomaten und Gurke, Rote Beete mit Ananas und Zwiebeln.

Während der Wanderung auf den Berg hinauf gab meine Kamera den Geist auf, die Automatik öffnete den Verschluss nicht mehr. Es war Staub eingedrungen. Mit der Luftpumpe und Wattestäbchen gereinigt und die Kamera war wieder in Ordnung. Danach ein wenig geruht, gelesen und entspannt. Als die Räder vom Autodach abgeladen wurden, den platten Hinterradschlauch an Petras Rad geflickt, die Räder gereinigt, die Ketten geölt und alles wieder abfahrbereit gemacht.

Nachmittags stand der Besuch eines Masai-Bomas auf der Tagesordnung. Wir marschierten gegen 16:30 Uhr los und liefen etwa eine Stunde durch die staubige, sandige Savanne, die mit Akazien bewachsen war. Ab und zu tauchte hinter Hecken eine kleine Masai-Behausung auf, wir waren aber scheinbar bei einer bestimmten Boma angemeldet. Bevor es losging, hieß es, wir gehen kurz zu den Masai, an einen 6 Kilometer langen Marsch hatten wir in diesem Zusammenhang nicht gedacht.

 

Dort wurden wir von der Großmutter empfangen, die die Chefin über das Boma ist, solange die Männer die Rinder und Ziegen außerhalb hüten (oder auch das eine oder andere Bier in den Kneipen trinken). Nachdem alles besichtigt, die Geschenke verteilt und das Gruppenfoto im Kasten war, spazierten wir in der Dämmerung wieder zurück nach Longido.

 

Der Ausflug war echt lohnend, wir hätten nur vorher gerne gewusst, was „kurz“ bedeutet.

Das Abendessen gab es um 19:00 Uhr. Wir hatten nach der langen Wanderung alle Hunger. Erst gab es eine würzige Zwiebelsuppe, einen Moussaka-Auflauf mit Auberginen, Kartoffeln, Hackfleisch, alles mit Käse überbacken. Dazu Bohnen-Mais-Gemüse.

Da sich am Vortag der Ausflug in die Broadway Bar bewährt hatte, machten wir diesen abendlichen Ausflug erneut, diesmal aber ohne Begleitung. Heute musste es ein Tusker-Bier sein.

Gegen 21:30 Uhr waren wir zurück und gingen zu Bett.

 

 

Sonntag, 16.08.2009 Longido - Kitumbeine

morgens bewölkt, 16 Grad tagsüber sonnig 25 Grad

54,8 km, 4:03 Stunden

 

Um 06:30 Uhr aufgestanden, frisch gemacht und alles zusammengepackt. Gegen 07:30 Uhr gab es den ersten Kaffee. Zum Kaffee, Toastbrot, Rührei mit Würstchen gab es heute anstatt Haferbrei in Ei gewendete Toastbrotscheiben. Danach noch Bananen und Ananas.

Die Abfahrt auf die nächste Etappe war um 08:45 Uhr. Es war anfangs angenehm zu radeln; später sandig, teilweise steinig, ab und zu tiefsandig, sodass man kürzere Strecken nur Schieben konnte. Die Mittagsrast machten wir nach ca. 40 km mitten im Nichts. Die Campingstühle wurden ausgepackt und wir verspeisten unsere Lunchpakete im Sitzen. Der hintere Mantel meines Mountainbikes löste sich langsam auf, daher die Mittagspause genutzt und den Mantel gegen einen neuen gewechselt.

Nach der Rast hatten wir noch 15 harte, steinige und sandige Kilometer vor uns. Im Ort Kitumbeine kauften wir ½ Kasten Bier für alle. Vor der Kneipe war Petras Hinterrad platt. Sie fuhr mit meinem Rad den letzten Kilometer zur Kirche, wo unsere Zelte gegen 15:00 Uhr aufgeschlagen wurden, ich schob ihr Rad. Unter dem Gesang der Kinder in der Kirche den Platten geflickt. Dazu staute ich einen kleinen Flusslauf, um das Loch im Reifen ausfindig zu machen. Anschließend war ich mit dem Duschen an der Reihe.

 

Heute hatten wir unterwegs Strauße, Giraffen, Impalas, ein Kudu, Thompson-Gazellen, Zebras und ein Dik-Dik gesehen.

 

Wir saßen draußen, tranken Bier und aßen Erdnüsse. Alle prosteten uns mit dem mitgebrachten Bier zu, da wir unseren Hochzeitstag feierten.

 

Später gingen wir in Begleitung der vielen Kinder, die in der Kirche gesungen hatten, in den Ort und tranken dort ein weiteres Safari-Bier. Wir hatten uns darauf eingelassen eine Tüte Bonbons für die Kinder zu kaufen; als wir diese gerecht verteilen wollten, setzte ein wildes Gerangel ein und wir hatten alle Hände voll zu tun, dass auch die Kleinsten etwas abbekamen. Das werden wir so nie mehr tun. Gegen 18:00 Uhr waren wir zurück an unserem Übernachtungsplatz und genossen kurze Zeit später das Abendessen. Es gab eine Pilzsuppe, Reis mit Grünkohl und Fleischsoße.

Wir saßen noch lange in der milden Abendstimmung draußen; gegen 21:30 Uhr ins Zelt.

 

 

Montag, 17.08.2009 Kitumbeine - Engaruka

morgens sonnig, 20 Grad tagsüber sonnig 26 Grad

36,1 km, 3:21 Stunden

 

Um 06:30 Uhr aufgestanden, geduscht, gepackt und zum Frühstück gegangen. Condrad hatte schon die Räder einsatzbereit hingestellt und die Ketten geputzt und geölt. Frühstück mit Haferbrei, Rührei, Toastbrot gab es gegen 7:00 Uhr.

Schon gegen 08:20 Uhr gestartet. Es ging gleich hammerhart los, Steine mit einer dicken Staubschicht überzogen, teilweise knöcheltief. Dadurch gab es auch längere Schiebepassagen durch tiefen Sand. Alles in allem erreichten wir an diesen Tag einen Schnitt von 10 km/h. Wir sahen ein Dik-Dik und ein paar Gazellen.

Die letzten 10 Kilometer wurde die unzumutbare Strecke noch dadurch gesteigert, als es nun auch noch bergauf ging. Nach 35 Kilometern erreichten wir den Sattel zwischen zwei Bergrücken und verspeisten um 12:45 Uhr nach 4 Stunden und 30 Minuten Kartoffelsalat mit Ei, Nudelsalat mit Bohnen, Brot und Orangensaft.

Um 13:30 Uhr noch ein paar Meter weiter geradelt, was uns nach der Mittagsrast schwerfiel, zumal die Piste leicht bergauf ging und schwer zu befahren war.

 

An einer Schule in Gilai Bomba wurden die Zelte inmitten eines ungeschützten Abhanges aufgebaut. Dazu pfiff ein strenger Wind, der den Sand über den Abhang blies. Es gab keinen Schatten, nur Staub, Sand und Wind. Kaule verkroch sich meuternd ins Auto, Steffi saß beobachtend auf einem Stein, Petra packte beim Aufbau des Duschzeltes mit an und ich entwickelte einen Plan. Ich schlug Goodluck vor, dass wir die nächste Tagesetappe heute noch anhängen sollten, zumal am nächsten Tag nur 20 Kilometer Radstrecke geplant waren. Damit hätten wir die trostlose Einöde verlassen können und wurden auf einem grünen, wasserreichen Campingplatz in Engaruka einen Tag länger verweilen können. Unser Begleitteam diskutierte den Vorschlag, nach 10 – 15 Minuten wurde mein Vorschlag angenommen. Ich half beim Räder verladen, die Zelte mussten wieder eingepackt werden, Platz für uns im Kleinbus musste geschaffen werden. Kaule, Steffi und Petra marschierten mit einem Einheimischen etwa 700 Meter zurück, um in der Dorfkneipe bei einem Fanta bzw. Bier auf uns zu warten. Der Versuch des Einheimischen, hässliche Souvenirs zu verkaufen, scheiterte.

Um 14:45 Uhr machten wir uns auf; eine grässliche Staubpiste durch eine trostlose, öde, trockene Savanne erwartete uns. Es hatte die letzten zwei Jahre nicht mehr geregnet, wenn dies weitere zwei Jahre anhält, wird hier nur noch Wüste sein. Der Sand und Staub war über kurz und lang überall, im Auto, auf der Kleidung, in den Ohren, in der Nase.

Nach zwei Stunden Staub und Durchschütteln erreichten wir die Ruins-Campsite in Engaruka. Der Ort liegt direkt am Rift Valley, dem großen afrikanischen Grabenbruch, der sich von Ostafrika nach Südwestasien erstreckt und durch die Spaltung der arabischen Platte von der afrikanische Platte während der letzten 35 Millionen Jahre entstanden ist. Der große afrikanische Grabenbruch ist von seinem nördlichen Ende in Syrien bis zu seinem südlichen Ende in Mosambik rund 6.000 Kilometer lang. Die Breite des Tals variiert zwischen 30 und 100 Kilometern, die Tiefe von wenigen hundert bis zu mehreren tausend Metern.

 

Alles war grün, bewachsen, Gemüse-Felder, Bananenstauden, kleine Bäche. Es gab ausreichend Toiletten und Duschkabinen.

Gegen 16:45 Uhr die Zelte aufgeschlagen, den Staub abgeklopft, geduscht, Wäsche gewaschen und bis zum Abendessen entspannt.

Unterwegs hatten wir nachmittags Zebras, Strauße und viele Gazellen gesehen.

Das Abendessen gab es gegen 19:30 Uhr, nachdem John alles erst neu organisieren musste. Überhaupt war John der erste, der morgens aufstand und das Frühstück zubereitete. Er war auch der letzte, der in sein Zelt kroch, weil er vorher mit einer Stirnlampe ausgerüstet die Lunchpakete für den nächsten Tag zubereitete.

Wir erhielten eine würzige Zwiebelsuppe, Spaghetti mit Thunfischsoße und Weißkraut.

Mit dem Betreiber des Campingplatzes herrschte längere Zeit eine Diskussion über die Höhe des Bierpreises. Er wollte 2.000 TSh (umgerechnet etwa 1,- €) für ein Bier und wir entschieden, wir würden erst am Ende des Aufenthaltes zahlen, der Rabatt würde sich schon einstellen. Der erhöhte Preis wurde u. a. damit begründet, dass er ja eine Gefriertruhe angeschafft habe, um das Bier zu kühlen. Er war auf alle Fälle ein Mann mit Ideen; so will er den Campingplatz um einen Swimming-Pool erweitern.

Noch entspannt draußen gesessen, erzählt und den Urlaub genossen. Gegen 22:00 Uhr krochen wir ins Zelt.

 

 

Dienstag, 18.08.2009 Engaruka (Ruhetag)

morgens sonnig, 20 Grad tagsüber sonnig 26 Grad

 

Gegen 07:00 Uhr aufgewacht, geduscht, frisch gemacht und schon mal die erste Tasse Kaffee getrunken. Condrad spülte mit dem Gartenschlauch den Staub von unseren Rädern, die trotz Abdeckplane während der gestrigen Fahrt richtig eingestaubt worden waren.

Frühstück gab es gegen 08.15 Uhr; Haferbrei, Rührei, Pfannkuchen, Toast, Käse, Kaffee.

Um 09:30 Uhr fuhren wir mit dem vom Staub befreiten Kleinbus in etwas mehr als einer Stunde die 30 Kilometer zum Hole of God, einem eingestürzten Berg. Dort gab es sogar einen Verkaufsstand von Masai-Frauen, die ihren Schmuck an die wenigen Touristen, die hier vorbeikommen, verkaufen wollten.

Auf dem Weg sahen wir Zebras, Gazellen, Giraffen und einen Sekretär, der auf einem allein stehenden Baobab saß.

 

Um 12:30 Uhr waren wir wieder zurück und konnten uns an einer Gemüsequiche mit Gurken-Maissalat gütlich tun. Danach war wieder Siesta angesagt. Räder überprüft, gelesen, entspannt.

Um 16:30 Uhr machten wir einen Spaziergang durch den trostlosen Ort, besichtigten das Feld eines Farmers und erhielten einen Eindruck vom Leben der Einwohner.

Als wir gegen 18:00 Uhr zurück auf dem Campingplatz ankamen, war der gesamte Rasenplatz voll von Zelten einer Gruppe aus Österreich.

Wir saßen zusammen und diskutierten über die Abschiedsgeschenke an die Begleitcrew. Die Geschenke wollten wir den nächsten Tag während der Mittagsrast verteilen. Petra verhandelte erneut mit dem Besitzer des Campingplatzes über die Getränkepreise. Es wird morgen kurz vor der Abreise bezahlt.

Um 19:00 Uhr gab es Reis mit Kartoffeln und Rindfleisch in einer Gemüsesoße.

 

 

Mittwoch, 19.08.2009 Engaruka – Mto wa Mbu

morgens bedeckt, 20 Grad tagsüber bedeckt 20 Grad

55 km, 3:45 Stunden

 

Um 06:20 Uhr aufgestanden, geduscht, gepackt und gegen 07:00 Uhr gab es Frühstück. Statt des Haferbreis gab es eine nach nichts schmeckende Melasse.

Vor der Abfahrt zahlte Petra dann die Getränke der letzten beiden Tage und richtig, der Preis bewegte sich in Richtung 0,80 €.

Wir radelten um 08:30 Uhr los, erst 3 Kilometer zurück zur steinigen Hauptstraße, danach entlang des afrikanischen Grabenbruchs nach Süden. Der Weg war fahrbar, ab und zu Wellblech-Piste, dann wieder Steine, Schotter und Sand.

Nach 11,66 Kilometern und 48 Minuten und 58 Sekunden war für mich die Radtour zu Ende. Ich stürzte schwer, als ich einen Blick auf drei Zebras am Straßenrand warf, dabei mit dem Vorderrad in den aufgehäuften Schotter am Rand kam und kugelte mir den rechten Mittelfinger aus, dabei wurde ein Stück Knochen abgesplittert (das wurde aber erst nach der Ankunft in Deutschland festgestellt). Der Finger stand rechtwinklig ab. Nachdem ich erst die neuen Abschürfwunden, nachdem die vom letzten Sturz inzwischen geheilt waren, versorgt hatte, kam Petra zurück, legte ihr Hemd, welches uns schon auf Cuba gute Dienste geleistet hatte, in den Staub. Ich legte mich hin, wurde von Condrad und Steffi festgehalten, stopfte mir einen Radhandschuh in den Mund und der Finger wurde in zwei Zügen (knacks, knacks) von Petra wieder eingerenkt. Im Nachhinein hätten wir alle gerne eine Foto-Dokumentation der Operation gehabt, aber Kaule hielt pietätvoll Abstand und fotografierte nicht. Danach wurde mein Rad auf den Jeep verladen, ich bestieg den Kleinbus und die anderen radelten weiter.

 

Nach ca. 25 Kilometern hatte Kaule keine Lust mehr zu fahren und stieg ebenfalls um in den Kleinbus.

Nach etwa 40 Kilometern machten wir am Wegrand unsere Mittagsrast und vertilgten unsere Lunchpakete. Zum Ende der Reise fielen diese auch etwas karger aus.

Wir verteilten unsere Geschenke an die Crew und übergaben je Paar 60,- US$; das war wohl weniger, als erwartet wurde, die Stimmung sank rapide. Als wir früher als erwartet an der Njake Lodge in Mto wa Mbu ankamen, wurden die Zelte auf dem Campingplatz aufgestellt und alle außer John, der ja das Abendessen vorbereiten musste, waren danach grußlos verschwunden.

Geduscht, frisch gemacht, Wäsche gewaschen, die Räder nahe beim Zelt angeschlossen und auf die Suche nach der Ortsmitte aufgemacht.

Der Ort war ursprünglich eine kleine Fischersiedlung am Manyarasee. Mit der Gründung des Nationalparks begann die Entstehung eines Marktfleckens, der täglich abgehaltene Markt versorgte die Bevölkerung eines weiten Umlandes. Die - inzwischen asphaltierte - Hauptverkehrsstraße von Arusha nach Karatu und weiter zum Ngorongoro-Krater und in die Serengeti verläuft durch den Ort, was dazu führt, dass alle Touristen ihn auf ihren Safaris passieren. Es haben sich daher zahlreiche Hotels aller Preisklassen, mehrere Campingplätze und Souvenirshops angesiedelt, die inzwischen die wichtigsten Arbeitgeber sind.

 

Sofort wurden wir von unzähligen Souvenirverkäufern bedrängt – das gab es in der Einöde natürlich nicht. Im Scorpions Pub ein Bier getrunken und pünktlich um 19:00 Uhr zurück auf der Campsite, wo John schon das Essen auf der Terrasse vorbereitet hatte: Suppe, Kartoffeln mit Grünkohl, Fleischsoße und Gurken-Tomaten-Avocado-Salat.

Während des Abendessens kam Goodluck und unterrichtete uns über das Programm der nächsten drei Tage, die wir hier verbringen werden. Die einzelnen Programmpunkte hatten sich verschoben, das war aber für uns kein Problem.

Unterwegs hatten wir heute viele verschiedene Tiere gesehen; Gazellen, Zebras, Giraffen, Strauße, Marabus, Geier, Dik-Diks und Affen. Auf dem Campingplatz hatten sich ein paar Marabus in einem hohen Baum eingenistet und verursachten eine Menge Lärm. Wenn man unter dem Baum durchläuft, muss man aufpassen, dass man nicht vom Kot von oben getroffen wird.

Gegen 21:30 Uhr gingen wir ins Zelt.

 

 

Donnerstag, 20.08.2009 Mto wa Mbu (übersetzt: Mücken am Fluss)

morgens sonnig, 16 Grad tagsüber sonnig 26 Grad

 

Um 06:40 Uhr aufgestanden, frisch gemacht und gefrühstückt. Es gibt so langsam nur noch die verbliebenen Reste. Ich blieb in der Lodge, während die anderen das vorgesehene Kulturprogramm absolvierten.

Flora, eine Mitarbeiterin des Cultural Tourism Projekt, holte Petra, Kaule und Steffi ab und wanderte mit ihnen über die Felder, überquerte auf wackeligen Baumstämmen die Bewässerungsgräben und schaute bei Einwohnern vorbei, die beim Kochen waren.

 

Dabei wurde ihnen die Kultur der Region dargelegt und sie lernten alles über die verschiedenen Bananen-Arten vor Ort, den roten, den kleinen, den großen und den Kochbananen. Der Anbau von Reis und die Bewässerung wurde ihnen ebenfalls erläutert. Da die Gegend sehr wasserreich ist, und viele Anwohner über ein kleines Grundstück zum Anbau von Gemüse (Bohnen, Süßkartoffel) und Reis verfügen, gibt es einen sog. „Wassermann“. Bei ihm beantragt man die Öffnung der entspr. Gräben und man erhält für 3 Tage das beantragte Wasser zugeleitet.

Auch der Hausbau wurde beleuchtet. Eine einfache Unterkunft kostet den Erbauer neben den Baumaterialien ein Fass Bananenbier. Dann werden alle Freunde eingeladen und nach zwei Tagen ist die Hütte fertig. Plant man ein größeres Gebäude aus Backsteinen, kann man mit einer Bauzeit von bis zu 10 Jahren und mehreren Bauabschnitten rechnen, je nachdem, wie sich das Ansparen gestaltet.

Ich verpackte zur gleichen Zeit die Räder, wobei ich mit meinem angebrochenen Mittelfinger etwas gehandicapt war. So hatte ich Glück, dass Condrad vorbeikam und mir half die festgetretenen Pedale zu lösen, was ich mit der linken Hand alleine nicht geschafft hätte. Nach dem Verpacken in den mitgeführten Kartons trug ich die Räder zur Rezeption und verstaute sie im Gepäckraum. Danach geduscht, Wäsche gewaschen, Akkus aufgeladen, gelesen.

Gegen 12:00 Uhr kamen die Kulturbeflissenen zurück und um 12:30 gab es das Mittagessen: Pfannkuchen, Nudelsalat, Bohnengemüse, später Melone und Orangen, dazu Kaffee. Petra hatte einen Rotwein aus Südafrika gekauft und genoss ein Glas.

Die Crew – außer unserem Koch – fuhr ab nach Moshi, um neue Aufgaben anzugehen.

Den Nachmittag am Pool verbracht; um 17:00 Uhr gingen wir in die „Innenstadt“ um Kleinigkeiten einzukaufen. Wir aßen Fleischspieße und tranken in der First- and Last-Bar ein Bier.

Pünktlich um 19:00 Uhr waren wir zurück. John wartete mit einer Suppe, Kartoffel-Thunfisch-Auflauf und Ananas auf uns.

Gegen 21:00 Uhr verschlug es uns ins Zelt.

 

 

Freitag, 21.08.2009 Mto wa Mbu, Ngorongoro Krater

morgens bewölkt, 20 Grad tagsüber bewölkt 20 Grad

 

Um 06:30 Uhr aufgestanden, geduscht und um 07:00 Uhr zum Frühstück gegangen. Es gab Toastbrot, Eierpfannkuchen, Rührei mit Würstchen, Tomate, Kaffe und Birnensaft.

Um 08:00 Uhr holte uns Goodluck Nr. 2 ab, wir fuhren in die Hochregion der Abbruchkante. Gegen 09:30 Uhr passierten wir den Eingang zum Ngorongoro Conservation Reserve. Es ging in den Wolken auf schlechter, aber festgefahrener Piste steil bergauf bis auf etwa 2.300 Meter. Oben angekommen, fuhren wir eine Zeitlang auf der Kante des Kraters entlang bevor wir am fünften Gate bergab in den Krater hinein fuhren.

Der Ngorongoro ist ein Einbruchkrater in Tansania am Rande der Serengeti. Er entstand, als an dieser Stelle ein Vulkanberg in sich zusammenbrach. Der Kraterboden liegt auf etwa 1700 Meter über NN und die Seitenwände sind zwischen 400 und 600 Meter hoch, so dass die Kraterkante auf etwa 2300 Meter liegt. Der Durchmesser des Kraters beträgt zwischen 17 und 21 Kilometer; er ist voller Tiere.

Unsere Mittagsrast zur Verspeisung des Lunchpaketes machten wir gegen 12:30 Uhr an einem kleinen See voller Flusspferde. Wir aßen Pfannkuchen, Gemüse-Teigtaschen, Hähnchenschenkel, Banane, Kekse, Schokolade und tranken einen Birnensaft.

Danach wieder über schlechte Wege zur Tierbeobachtung. Links und rechts gab es ständig neue Tiere zu sehen. Goodluck Nr. 2 ahnte jeweils, wo es etwas zu sehen geben könnte und fuhr zielstrebig darauf zu.

So sahen wir an diesem Tag folgende Tiere:

Paviane, Zebras, Weißbart-Gnus, Vervet-Affen, Thompson-Gazellen, Grand-Gazellen, Elands, Kuh-Antilope, Warzenschweine, Schakal, Hyänen, Löwen, Elefanten, Kronenkranich, Flusspferde, Geparden, Sekretär, Pelikan, Störche, Flamingos, Graureiher, Perlhühner, Kap-Büffel, Geier, Strauß und andere unbekannte Vogelarten.

 

 

Bei den zwei jungen männlichen Geparden warteten die ganzen Zuschauer, ob sie wohl die Gnus jagen würden, aber sie stolzierten völlig cool durch den Krater.

 

Gegen 17:00 Uhr waren wir wieder oben am Rande des Kraters und fuhren zum Aussichtspunkt mit der Gedenkstätte für die Grzimeks. Hier wurden Michael Grzimek († 1959) und sein Vater Bernhard Grzimek († 1987) bestattet. Danach verließen wir den Krater wieder abwärts und waren gegen 18:30 Uhr zurück in Mto wa Mbu.

Geduscht, frisch gemacht und kurz vor 19:00 Uhr zum Abendessen eingefunden. Wir bekamen Zucchini-Suppe, Kartoffeln, Grünkohl, Fisch, Bohnen, Avocado-Gurken-Tomaten-Salat serviert. Dazu ein Kilimanjaro Bier und Petra ihren Rotwein. Noch mit John und Goodluck Nr. 2 zusammen gesessen. Gegen 22:00 Uhr rief dann das Zelt.

 

 

Samstag, 22.08.2009 Mto wa Mbu, Lake Manyara

morgens sonnig, 20 Grad tagsüber sonnig 26 Grad

 

Erneut um 06:30 Uhr aufgestanden, geduscht, frisch gemacht und gegen 07:20 Uhr zum Frühstück aufgemacht. Toastbrot, Rührei, Tomaten, Würstchen, Bohnen und Kaffee konnten genossen werden.

Mit Goodluck Nr. 2 fuhren wir gegen 08:45 Uhr zum Lake Manyara, der quasi um die Ecke lag. Schon um 09:00 Uhr waren wir am Eingang zum Nationalpark. Die dortigen Toilettenanlagen waren die saubersten, die wir auf unserer Reise sahen. Anfangs war der Park dicht bewaldet und je näher wir dem Salz-See kamen, umso offener wurde das Gelände.

Der Park umfasst eine Fläche von ca. 320 km², von denen ca. 220 km² durch den Manyara-See bedeckt werden. Im Westen wird der Park durch hohe Klippen begrenzt, der Manyara-See nimmt den östlichen Teil ein.

Unser Mittagsmahl, bestehend aus Gemüsequiche, Popcorn, Brötchen, Bananen, Keksen, Schokolade nahmen wir alleine auf einem angelegten Picknick-Platz ein.

Gegen 14:30 Uhr waren wir am Südrand des Nationalparks an den Hot Springs (Maji Moto) angekommen und konnten uns dort die Füße vertreten und das nahezu kochende Wasser bestaunen.

Im Nationalpark sahen wir:

Paviane, Buschbock, Zebras, Gnus, Giraffen, Löwen, Vervet-Monkeys, Büffel, Flamingos, Ibisse, Blue Monkeys, Hirax (Schliefer), Elefanten (etwa 30 Elefanten zusammen), Warzenschweine, Flusspferde, Schakal, Gazellen, Impalas, Dik-Dik, Perlhühner und viele Vögel.

 

Kaule meinte einmal beim Anblick von Zebras: „ Abraham sprach zu Bbraham: Kann ich mal Dein Zebra ham.“

Vom südlichen Ende fuhren wir auf direktem Wege mit vielen Fotostopps zum Ausgang und waren gegen 17:00 Uhr zurück im Ort. Goodluck Nr. 2 lies uns im Ort aussteigen und wir besuchten die bewährte Scorpions Bar und tranken unsere bewährtes Bier und aßen ein paar Fleischspieße.

In einer anderen düsteren Spelunke mit einer Art Biergarten gab es Streitigkeiten über den Preis einer Fanta für Petra.

Kurz vor 19:00 Uhr waren wir zurück, nachdem wir uns noch mit Gewürzen eingedeckt hatten. Da es in der Gegend rote Bananen gibt, kauften wir auch solche und händigten sie John aus, der sie für uns in das Lebensmittelangebot aufnehmen sollte. Pünktlich um 19:00 Uhr stand die Gemüsesuppe auf dem Tisch. Danach gab es Spaghetti mit Fleischsoße, Salat aus Avocado-Tomaten-Gurken mit Zwiebeln. Zum Dessert gelbe und rote Bananen.

Noch lange draußen gesessen und u. a. mit einem britischen jungen Arzt über meinen Finger diskutiert. Er begutachtete, befühlte ihn und gab mir den Rat, ihn zu Hause röntgen zu lassen.

Erst gegen 23:00 Uhr ins Zelt.

 

 

Sonntag, 23.08.2009 Mto wa Mbu – Kilimanjaro Airport

morgens sonnig, 20 Grad tagsüber sonnig 26 Grad

 

Um 06:40 Uhr aufgestanden, geduscht, vorgepackt und um 07:00 Uhr zum Frühstück gegangen. Es gab wieder ausreichend und Neues zu essen, nachdem Ramasan und James mit dem Jeep von Moshi wieder angereist waren und wohl Geld oder Lebensmittel mitgebracht hatten: Toast, Rührei mit Pilzen, Pfannkuchen, Bananen, Kaffee und Ananassaft.

Um 08:30 Uhr waren wir fertig mit dem Zusammenpacken, hatten die Räder aus dem Gepäckraum geholt, alles wurde im und auf dem Auto verstaut. Dann ging es gegen 09:10 Uhr los zum Flughafen. Unterwegs machten wir noch eine Souvenir-Pause in einem großen Laden, der vollständig auf vorbeifahrende Touristen ausgerichtet war.

Nachdem wir Arusha mit dem vielen Verkehr in der Mittagszeit passiert hatten, machten wir am Straßenrand eine Pause, da wir ja noch unsere Lunchpakete leeren mussten.

 

Arusha ist eine Stadt im Nordosten Tansanias und Hauptstadt der Region Arusha.

Die Stadt hat rund 350.000 Einwohner und liegt knapp 90 km südwestlich des Gipfels vom Kilimandscharo-Massiv auf 1.400 m Höhe. Unmittelbar nördlich befindet sich der kleine Arusha-Nationalpark mit dem 4.565 m hohen, erloschenen Vulkan Meru. Benannt ist die Stadt nach einem in der Region lebenden, feldbauenden Volk der Massai.

Heute ist Arusha Zentrum des tansanischen Tourismus, der auch den wichtigsten Wirtschaftszweig darstellt. Auf Grund der vielen Safari-Touristen, die nach Arusha kommen, wird die Stadt in Anlehnung an Dar es Salaam im Volksmund manchmal scherzhaft Dar es Safari genannt. Arusha ist einer der wichtigsten Industriestandorte Tansanias (vorwiegend Rohstoffverarbeitung, insbesondere Kaffee, Getreide, Sisal, Kapok, Jute und Kokosfaser, seit einigen Jahren auch Anbau von Schnittblumen für den Export).

Arusha ist außerdem durch den Film Hatari!, mit Hardy Krüger und John Wayne, bekannt. Das Lieblings-Cafe der beiden ist in der Nähe des Clock-Towers.

 

Gegen 13:00 Uhr waren wir am Kilimanjaro Airport. Alles ausgeladen, die Räder abgeladen und zügig eingecheckt. Die Räder kosteten diesmal nichts, allerdings wollten die Airport-Bediensteten, dass ich die Kartons zur Kontrolle öffnen sollte. Da ich aber kein Klebeband mehr übrig hatte, weigerte ich mich und siehe, es ging auch ohne Kontrolle.

Das letzte tansanische Geld im Souvenirladen ausgegeben, für 1 US$ einen Kaffee getrunken und gegen 15:00 Uhr ausgereist und durch den Duty-free-Shop spaziert.

Kurz vor 16:00 Uhr dürften wir zum Flieger gehen, das Gepäck musste einzeln identifiziert werden.

Im Flieger sitzend kontrollierte ich, dass unsere Räder auch ordnungsgemäß verladen wurden. In der Boeing 767 war es total heiß, erst zum Start um 16:36 Uhr wurde es durch die Klimaanlage kühler.

Der Start führte wieder am Kilimanjaro vorbei, ein paar Fotos gemacht. Nach 233 Kilometern landeten wir um 17:05 Uhr in Nairobi. Von dort ging es dann um 18:20 Uhr erneut nach Adis Abeba, wo wir um 19:58 Uhr landeten. Im Flughafen die Zeit totgeschlagen und in der Obelisk Bar mit dem Kellner wegen einer kleinen Flasche Wein aus Südafrika um den Preis von etwa 12,- € gestritten.

Kurz vor 23:00 Uhr ins Flugzeug eingestiegen; Abflug war um 23:55 Uhr.

 

 

Montag, 24.08.2009 Ankunft in Frankfurt am Main

 

Es ging erneut über 5354 Kilometer nach Frankfurt. Dort landeten wir um 05:40 Uhr. Damit sich der Kreis schloss, wurden wir von Saskia wieder abgeholt, die deswegen schon früh von uns angerufen und geweckt wurde.